Was ist Tierpsychologie?
„Missverständnisse“ in der Kommunikation, frühe Prägungserfahrungen des Welpen, erhöhten Stress und andere Faktoren können Verhaltensauffälligkeiten oder unerwünschtes Verhalten entstehen.
Die Tierverhaltenstherapie erfolgt auf der Basis von ethologischen (verhaltenskundlichen) und lernbiologischen Grundlagen:
Was gehört zum Normalverhalten des Tieres?
Welche Bedürfnisse hat das Tier?
Wie erfolgt Lernen?
Welche Probleme bzw. Verhaltensstörungen können auftreten?
Wie werden diese therapiert?

Warum ergeben sich Probleme im Zusammenleben von Mensch und Hund?
Mensch und Hund sprechen unterschiedliche Sprachen
Hunde kommunizieren untereinander und mit dem Menschen primär über Körpersprache, die überaus vielfältig in ihren feinen Ausprägungen ist. Auch uns Menschen teilt der Hund seine Stimmungen, Absichten und Bedürfnisse über körperliche Signale mit.
Der Mensch kommuniziert primär über verbale Sprache und geht selbstverständlich davon aus, dass der Hund diese versteht.
Für den Hund sind diese Worte aber nur erlernte Signal- und Schlüsselwörter, der Hund liest die Körpersprache des Menschen und setzt sie in sein Verständnis um, dadurch entstehen Missverständnisse.
Als überaus anpassungsfähiges Lebewesen entwickelt der Hund dann alternative Strategien.
Manchmal finden Hund und Halter eine Basis auf der sie sich arrangieren.
Häufig entstehen jedoch durch die neuen Strategien des Hundes unerwünschte oder problematische Verhaltensweisen.
Aus dem Verhaltensproblem ist dann ein Problemverhalten geworden.

..und haben unterschiedliche Bedürfnisse
Der Hund lebt in unserer Umwelt und soll sich unseren Lebensbedingungen anpassen.
Verhalten das für einen Hund normal und richtig ist, kann im Zusammenleben mit dem Menschen unerwünscht sein.

Meine Arbeit besteht als erstes darin, die Kommunikation und das Verständnis und damit das Gespräch zwischen Mensch und Hund herzustellen, dadurch eine individuelle Gesprächsebene für beide zu schaffen und auf dieser die bestehenden Probleme mit Hilfe verhaltenstherapeutischer Maßnahmen in Angriff zu nehmen und für beide akzeptable Lösungswege zu finden.
Dabei ist es wichtig Vorarbeiten zu leisten, die darin bestehen etablierte Strukturen zu verändern und neu zu gestalten.
Sind neue Strukturen geschaffen, können die Konflikte bewältigt werden.
Aber: Fällt der Mensch in seine alten Verhaltensmuster zurück, tut dies der Hund auch.

Grundsätze meiner Arbeitsweise :
Respekt für die individuelle Persönlichkeit des Hundes
Positive Motivation der Tiere nach den Grundsätzen anerkannter Lernpsychologie
Berücksichtigung von Verhaltensbiologie und rassespezifischen Eigenschaften
artgemäße Mensch-Tier-Kommunikation
konsequente Führung eines Hundes statt Härte und Dominanzgehabe
Erläuterung der Problemursachen und Vermittlung von Hintergrundwissen zu allen relevanten Themen
Individuell abgestimmtes Therapiekonzept